„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Johannes 6,37)

Wir starten in ein neues Jahr. Mal wieder. Mit dem Jahreswechsel setzen wir uns mit den gleichen Fragen auseinander, welche wir uns um diese Zeit meistens gegenseitig stellen.
Und was sind deine Vorsätze? Was nimmst du dir vor? Was wünscht du dir für das Jahr 2022?
Solche Fragen sind uns in den letzten Tagen womöglich häufiger begegnet. Diese für sich zu beantworten ist nicht leicht. Schließlich will man sich realistische Ziele setzen, die erreicht werden können. Im Umkehrschluss sollen sie mich anspornen, herausfordern und mich in meinem Leben weiterbringen.
Wenn ich mir die Jahreslosung für 2022 anschaue, kann ich versuchen meine Ziele, Wünsche und Ambitionen unter einem anderen Blickwinkel zu sehen. Hier spricht nämlich Jesus zu uns: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Johannes 6,37).
Wir wissen: Jesus steht für die Liebe, jeder darf zu ihm kommen! Ein Ausschluss ist undenkbar. „Bei ihm gibt es keine Unterschiede, wie du aussiehst oder woher du kommst“ (vgl. Gal. 3,28). Jesus hat gehandelt, ohne sich dabei die möglichen Konsequenzen zu bewusst machen. Die Meinungen von angesehenen und einflussreichen Personen ließ er gerne außer Acht. Er hat aus Liebe zum Menschen gehandelt und sich für die eingesetzt, die am Rande der Gesellschaft stehen.
Und wir Christen sollen es ihm nachmachen, diesen Auftrag hat er uns mitgegeben. Es hört sich schwer an, ja. Wenn wir aber bedenken, dass Jesus selbst als Mensch auf die Welt kam, können wir hier doch getrost sein: er war einer von uns und hat uns ganz praktisch vorgelebt wie die Liebe zu den Mitmenschen gestaltet werden kann. Seine Werte und Normen können wir uns abschauen und sein Handeln auf unser heutiges Leben übertragen.
Es müssen nicht die besonderen Taten mit einer augenscheinlich großen Reichweite sein, sondern schon die vermeintlichen kleinen Gesten unter der Woche können einen Stein ins Rollen bringen. Ob auf der Arbeit, im Freundeskreis, in der Familie oder im Supermarkt. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten sich in den verschiedensten Bereichen herauszufordern. Öffnen wir die Augen für unsere Mitmenschen und setzen uns hier jeden Tag neue Ziele, die messbar und überprüfbar sind. Verändern wir diesen Blickwinkel, werden wir schnell erkennen, dass die eigene Grundhaltung sich positiv entwickelt. Dankbarkeit und Zufriedenheit werden sich breitmachen. Legen wir für das kommende Jahr die Messlatte nicht automatisch hoch und werden womöglich enttäuscht, sondern geben jedem Tag die Chance, unser Vorhaben neu zu definieren und uns dabei auszuprobieren.
Jesus unterstützt uns dabei, zu ihm dürfen wir kommen und er wird uns nicht abweisen. Diese Zusage gilt!

Jonathan Hirzel