Besser eine Hand voll mit Ruhe, als beide Fäuste voll mit Mühe und haschen nach Wind. Prediger Salomo 4 Vers 6
Dieser Spruch des Predigers Salomo trifft mich ins Mark. Da werden dir von den Eltern, Erziehern, Lehrern, Chefs jahrzehntelang Sätze eingehämmert wie: Streng dich an, von nichts kommt nichts, ohne Moos nichts los, sei kein Tagdieb, das Geld und der Magen müssen schaffen, ohne Fleiß kein Preis und dann sagt der Prediger; alles sinnlose Jagd nach Wind.
Ein unheimlich starkes Bild, denn wenn ich Wind einfangen will in eine Tasche, ein großes Tuch oder in einen Ballon, dann ist er tot. Ein wirklich sinnloses Unterfangen.
Was will der Prediger uns damit im Jahr 2026 sagen?
Mir will er damit sagen: Überprüfe deine Glaubenssätze, welche unbewußt in dir stecken. Überprüfe sie vor dem Hintergrund der jahrhunderte alten Tradition der Weisheit und der ganzen Bibel.
Sind es Glaubenssätze, die dir Jesus Christus gepredigt und vorgelebt hat, oder entstammen sie einfach deinem Umfeld in dem du groß geworden bist?
Nimm dir einmal nur 30 Minuten Zeit an einem schönen Platz in der Natur und hinterfrage, was du mit deinen 24 Stunden, die dir Gott jeden Tag schenkt, bewirken willst?
Jagst du den Dingen nach, welche verrotten oder ergötzt du dich an Kontoguthaben, welches bei Krankheit dir auch nicht weiterhilft, oder hast du Inhalte die über dein Leben hinaus bestehen bleiben?
Mitmenschlichkeit, eine barmherzige Hand wo Not ist, ein friedensstiftendes Wort, wo Streit herrscht?
Wie fühlt sich für dich der Satz an: „Danke, dass es dich gibt, du tust mir gut?“
Ist dies der Satz, der unser Leben reich macht und kein Haschen nach Wind ist?
Ich wünsche dir im Nachdenken den guten Geist Gottes, damit dein Leben reiche nachhaltige Frucht trägt.
Bernd Hirzel
Berndhirzel@aol.com