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Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.

In wenigen Tagen wird meine Mutter 88 Jahre alt und wir sind zu einer großen Feier eingeladen. 88 Jahre – 32.142 Tage – 771.408 Stunden – wie schaffen wir es, so eine lange Zeit durch das Leben mit all seinen Herausforderungen zu gehen. Gelingt uns dies alles alleine – oder wer begleitet uns in dieser langen Zeit?
In der Vorbereitung auf den Geburtstag habe ich mir das Leben ein bisschen genauer angeschaut. Geboren in den 30er Jahren, den Krieg erlebt, den Vater im Krieg verloren, schwierige Nachkriegsjahre, dann die Zeit des Wirtschaftswunders, eine Familie wurde gegründet, den kalten Krieg erlebt, die Wiedervereinigung gefeiert, das Wachsen und Gedeihen der Kinder und deren Familien verfolgt – und irgendwann den Partner verloren.
Vielen Dinge sind in diesem langen Leben passiert und es gab Höhen und Tiefen, Kreuzungen, Irrwege und Weichenstellungen. Und viele dieser Momente in einem Leben passieren nicht von alleine. Viele Dinge passieren, weil wir sie so machen. Aber ob die Dinge gut oder schlecht laufen, liegt oft nicht in unserer Hand – wieviel göttlichen Beistand haben wir bei all unseren Aktivitäten?
Häufig ist der Grad sehr schmal und Dinge können gut oder schlecht laufen, warum das einmal so ist – und bei anderen Mal so – ich weiß es nicht. Ist es Glück – oder Schicksal – oder göttliche Fügung? Für mich ist Gott der Begleiter in unserem Leben. Er sieht uns, er verfolgt unsere Wege, er hält die Hand über uns. Aber er macht es uns auch nicht einfach. Manchmal hadere ich auch mit seiner Begleitung und es dauert bisweilen sehr lange, bis ich verstehe, warum etwas passiert ist, wie es passiert ist.
Wenn ich dann über Erlebnisse und Veränderungen in meinem Leben nachdenke, dann interpretiere ich in diese Dinge häufig einen Zusammenhang, eine Aufgabe die ich bekommen habe, ein Schubser in meinem Lebensweg, ein Hinweis auf eine Weichenstellung, eine kleine Nachhilfe um auf den richtigen Weg zu kommen. Sicherlich beschirmt der Herr uns unter dem Schatten seiner Flügel und wir können auf seinen Beistand vertrauen, aber ich denke, er erwartet auch etwas von uns, gerade von uns Christen. Denn wir gestalten das Leben, wir gestalten das Zusammen-
leben, wir können gegenseitigen Respekt für einander aufbringen, wir haben eine Verpflichtung gegenüber den Schwachen und den Hilfesuchenden. Wir haben eine Verantwortung dafür, was mit dieser unserer Welt passiert und wie sich die Dinge entwickeln.
Leben ist geben und nehmen – ich denke der Herr gibt uns so viel und er war bisher in meinem Leben eine wunderbare und verlässliche Begleitung. Hüten auch wir diese Begleitung wie einen Augapfel und geben das zurück durch unser christliches und soziales Verhalten.

Klaus Kirdorf

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